Ungewollt web.de Kunde

Ungewollt web.de Club Kunde

Ungewollt web.de Club Kunde. Das klingt fast wie ungewollt schwanger. Und beinahe so hat es sich im ersten Moment angefühlt, als vergangene Woche diese eine Mail kam.
Wenn man den web.de Freemail Service nutzt, erhält man ständig Werbemails. Das ist ja auch vollkommen normal, denn niemand hat was zu verschenken und solche kostenfreien Dienste finanzieren sich dann eben über Werbung.
Dieser eine Brief enthielt aber den Titel: „Willkommen im web.de Club“ und eine Datei namens „AGB“ im Anhang.
Wenn Allgemeine Geschäftsbedingungen mitgeschickt werden, dann will einer Geld von mir!
Da ich keinerlei kostenpflichtiges Angebot von denen bewusst gebucht hatte, konnte ich nur in eine Angebotsfalle getappt sein.
Die AGB und auch das Kleingedruckte der Mail enthielten genug Informationen zum Wiederrufsrecht und den Fristen. Eingeloggt in mein Konto konnte ich auch erkennen, dass ich ab diesem Tag Club Kunde war und auch eine Kundennummer hatte. Also hab ich ein Fax geschickt mit den entsprechenden Angaben und dem Wiederruf des Vertragsabschlusses. Schon am nächsten Werktag kam die Bestätigung des Wiederrufs. Also alles nochmal gut gegangen.

Aber.
Als mir nach Erhalt der Mail klar wurde, dass ich in eine Kostenfalle getappt bin, war ich so was von stinksauer. Natürlich hab ich überlegt, wie das passiert sein konnte. Nach kurzer Suche im Netz fand ich eine Möglichkeit. Normalerweise rufe ich die Post über eine Weiterleitung und alle paar Tage mit Pop3 ab. Hin und wieder ist das Konto voll.
So hab ich mich kürzlich eingeloggt um aufzuräumen. Dabei wurde ich begrüߟt mit einem Geschenk für die lange Nutzung des Services. Ein großer gelber Button um das Geschenk anzunehmen leuchtete auf. Kurz nicht weiter nachgedacht und draufgeklickt. Als ich dann sah, dass mir damit nur ein kostenpflichtiges Upgrade meines Kontos angeboten wurde hab ich die Seite verlassen.
Dass ich dort bereits das Konto gebucht hatte war mir nicht klar geworden.

Mein Fazit.
Bisher bin ich gut damit gefahren, mir jede Mail kurz anzusehen bevor sie im Müll landet. So bin ich auf diese Mail aufmerksam geworden, ansonsten wirkte sie nämlich wie eine der üblichen Werbebriefe von web.de.
Der Grundsatz: „Niemand hat etwas zu verschenken“ sollte bei jedem Angebot, vor allem bei Geschenken und gratis Angeboten im Internet kurz bedacht werden.
Ich finde es erbärmlich und armselig, das ein Unternehmen wie 1&1 und deren Tochterunternehmen web.de zu solchen Methoden greifen um Ihre Produkte an den Kunden zu bringen.

Die Zukunft.
vielleicht hätte ich ja irgendwann überlegt mir ein solches Konto selbst zu buchen. Das werde ich jetzt mit Sicherheit nicht machen.
Stattdessen werde ich weiterhin ausgiebig die kostenfreien Dienste nutzen und deren Werbung einfach komplett ignorieren.
Ach ja, und ich bin immer noch sauer. Saftladen!

Wartezimmer

 

2 Gedanken zu „Ungewollt web.de Club Kunde

  1. Genauso muss es meiner Tochter passiert sein. Angeblich wurde sie Clubmitglied am 31.10.2012. Das war ihr Geburtstag. Sie bestreitet jemals den Button „kaufen“ für eine Clubmitglied betätigt zu haben. Nun bin ich sicher, dass sie sich für den Glückwunsch zum Geburtstag bedankt hat und so das Ganze ausgelöst hat. Gemerkt hat sie es erst, als zum 3.1.2013 eine Rechnung kam. Mal sehen, wie sie da rauskommt.

  2. Das war bestimmt genau so. Diese Seite sieht so aus als kann man sich anschauen was man denn da geschenkt bekommt und hat damit schon zugestimmt.
    Nicht schön, aber anscheinend üblich.
    Es würde mich auch interessieren wie es weitergeht und wie Du, bzw. deine Tochter da rauskommt.
    Gruß
    Marcus

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