Klavierhocker

Da war doch noch der Klavierhocker

Der alte Klavierhocker der besten Frau von allen. Mindestalter 40 Jahre (Der Hocker, nicht die Frau).
Leider hab ich kein Foto des ursprünglichen Zustandes. Ich versuche es zu beschreiben. Stellt euch das Ding auf den Bildern in kackbraun vor. Eine dicke matte Lackschicht. Der Bezug war stark abgenutzt mit Löchern. War wohl mal ein grauer Cord-Stoff.
Lange gammelte der Drehhocker irgendwo in Garagen und in unserer Scheune herum. Vor einiger Zeit schon hatte ich begonnen, ihn zu demontieren. Dabei kam das ganze Elend zum Vorschein. Ein Fuß war anscheinend aus dem Schaft herausgebrochen und mit vielen Spax-Schrauben und Autospachtel (!) wieder zusammen gezimmert. Dann kam wohl der stuhlfarbene Lack drauf.
Mit der Erkentniss, dass da etwas mehr Arbeit drin steckt, wanderten die Einzelteile erst mal in eine Kiste und dann ins Regal.
Nun kam die Kiste wieder in mein Blickfeld. Also los!

Zunächst hab ich soweit wie möglich den Autospachtel aus den Löchern gekratzt. Darunter kamen zum Glück intakte Schraubenköpfe zum Vorschein. Nach dem Entfernen der Schrauben konnte ich die Risse im ausgerissenen Fuß und in der entsprechenden Nut im Mittelteil soweit dehnen, dass ich Leim reinpressen konnte. Ein halbes Dutzend Schraubzwingen und zwei Tage später waren die Schraubenlöcher dran. Dübel sollten diese verschließen. Ausbohren und Einleimen ging problemlos.

Jetzt gings endlich ans Abschleifen. Unter den diversen Lackschichten war feines Buchenholz. Viel zu schön für Farbe. Zwar wären die ausgebesserten Stellen mit einer neuen Farbschicht nicht mehr sichtbar gewesen, aber ich habe mich trotzdem für einen seidenglänzenden Klarlack entschieden.

Für den Bezug kramte ich einen alten Sofaüberwurf hervor. Der Schaumstoff war noch ok, so konnte ich schnell neu beziehen.

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden und die beste Frau von allen ist begeistert.

Jetzt kommt der Winter, und die Gartenmöbel sollten mal überholt werden. Zu tun gibbet jenuch.

bis bald, Wartezimmer.

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